Wegweiser für den Kauf von Rauchmeldern

Rauchmelder sind mittlerweile in den meisten Bundesländern für Wohnungen vorgeschrieben. Bei Mietwohnungen muss sich der Vermieter um deren Beschaffung kümmern. Bei Eigentumswohnungen hingegen ist die Installation Sache der Eigentümer. Der Markt hat inzwischen auf die hohe Nachfrage reagiert und so haben Kunden heute eine große Auswahl an Geräten, die nach Auskunft der Stiftung Warentest überwiegend leistungsfähig sind. Trotzdem hilft ein Wegweiser zuweilen bei der Kaufentscheidung. Wir bieten diesen Wegweiser und stellen die wichtigsten Kriterien vor, auf die es beim Kauf von Brandmeldern ankommt.

Wie erkenne ich die Zuverlässigkeit?

Die Zuverlässigkeit ist das wichtigste Kriterium für Feuermelder. Mit dieser Kennzahl ist gemeint, ob das Gerät eine Feuerentwicklung rechtzeitig erkennen und daraufhin den Feueralarm auslösen kann. Verschiedene Zertifikate zeigen die Zuverlässigkeit von Rauchmeldern an. An erster Stelle steht das Q-Siegel. Das Q steht für Qualität und wird nur vergeben, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:

– CE-Zertifikat erhalten nach EN 14604
– vfdb-Zertifikat erhalten nach Richtlinie 14/01
– Zertifikat eines akkreditierten Prüfinstitut erhalten

Bei akkreditierten Prüfinstituten haben vor allem die VDS Schadenverhütung GmbH und das KRIWAN-Testzentrum ein hohes Renommee. Gütesiegel von diesen Prüfinstituten zu bestehen, ist somit nicht nur eine Bedingung für den Erhalt des Q-Zertifikats, sondern auch mit einem weiteren hohen Ansehen verbunden, das die Zuverlässigkeit des Rauchmelders dokumentiert. Weitere Produkttests bietet darüber mit Home & Smart ein Anbieter an, der sich auf das Internet der Dinge und sämtliche damit zusammenhängenden Komponenten wie eben Rauchmelder spezialisiert hat.

Welche Rauchmelder lösen keinen Fehlalarm aus?

Rauchmelder sollten nicht zu nahe an Bad und Herd positioniert werden, um Fehlalarme zu vermeiden. Trotzdem können auch bei richtiger Aufstellung Fehlalarme passieren. Raucher wissen davon möglicherweise ein Lied zu singen. Allerdings sollten die Geräte so programmiert sein, dass sie zwischen einer alltäglichen Rauchentwicklung durch Rauchen und realen Brandherden unterscheiden können.

Ein relevantes Kriterium für den Kauf von Feuermeldern ist von daher das Risiko von Fehlalarmen, das möglichst gering sein sollte. Um diese Eigenschaft zu erkennen, empfehlen Experten, beim Kauf darauf zu achten, dass das Produkt über einen ausreichenden Schutz gegen das Eindringen von Fremdpartikeln in die Rauchkammer bietet. Des Weiteren sollte es gegen eine hohe Luftfeuchtigkeit und elektromagnetische Strahlung resistent sein und eine optimierte Elektronik und Selbstüberwachung sowie ein robustes Gehäuse und robuste Komponenten aufweisen.

Langzeitbatterien zuerst!

Die Stiftung Warentest berücksichtigt bei ihrem Vergleichstest nur Rauchmelder mit Langzeitbatterien. Als solche werden Batterien definiert, die mindestens zehn Jahre halten. Diese zehn Jahre sind nämlich der Zeitraum, nach dem die Brandmelder ohnehin aufgrund veralteter Technologie und nachlassender Leistung ausgetauscht werden sollten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich zudem, auf robuste Materialien und eine hochwertige Verarbeitung zu achten, damit diese Zeitspanne sicher absolviert werden kann. Akkus wie Alkalibatterien, die innerhalb dieser Zeitspanne mehrmals ausgetauscht werden müssen, werden generell nicht empfohlen, weil die Motivation aller Kunden angezweifelt wird, stets den reibungslosen Batteriewechsel sicherzustellen.

Der Alarm muss auch im Schlaf sofort gehört werden

Ein Alarm sollte so durchdringend sein, dass er auch im Schlaf gehört wird. Für diese akustische Eigenschaft bürgen hohe und schrille Tonfrequenzen, die durchaus als unangenehm empfunden werden dürfen, sowie eine Lautstärke ab 85 Dezibel. Es ist wichtig, im Feuerfall so schnell wie möglich aufzuwachen, denn die meisten Menschen sterben nicht direkt durch das Feuer, sondern infolge einer Rauchvergiftung. Handelt es sich bei dem eigenen Wohnraum um ein Areal mit mehreren Etagen, empfiehlt sich der Kauf eines Rauchmelders mit Funkvernetzung. Sobald ein einzelnes Warngerät einen Alarm auslöst, schalten sich gleichzeitig sämtliche Rauchmelder in allen Etagen ein.